Gesetzliche Rente und Berufsunfähigkeitsrente

2001 hat der Gesetzgeber die Berufsunfähigkeitsrente der gesetzlichen Rentenversicherung abgeschafft. Nur für Versicherte, die vor 1961 geboren wurden, gelten noch die alten Regelungen. Sie erhalten noch Leistungen einer Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsrente.

Für alle anderen gilt die Erwerbsminderungsrente. Um Ansprüche aus dieser Rente zu bekommen, bestehen verschärfte Voraussetzungen. Gleichzeitig wurden die Renten gesenkt.

Voraussetzungen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente:

Die volle Erwerbsminderungsrente erhalten diejenigen, deren Arbeitsfähigkeit von weniger als 3 Stunden beträgt. Die halbe Erwerbsminderungsrente erhalten diejenigen, deren Arbeitsfähigkeit von 3 bis 6 Stunden beträgt. Bei einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 6 Stunden werden keine Leistungen gezahlt.

Arbeitsfähigkeit bedeutet, die Fähigkeit irgendeiner Arbeit nachgehen zu können.

Eine weitere Voraussetzung ist die Erfüllung der Wartezeiten. Sie müssen mindestens fünf Jahre in der Gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein und in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre Beiträge gezahlt haben.

Selbständige erhalten danach meist keine Leistungen.

Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV)

Durchschnittliche Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung 1998 und 2007: Die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit lag 1998 bei durchschnittlich 720 € (alte Bundesländer) und 643 € (neue Bundesländer). 2007 lagen die Renten bei 715 € bzw. 650 €

Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 16/10155

Ihre Ansprüche können erheblich davon abweichen. Selbstständige haben meist keine Ansprüche auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

aktualisiert am 28.10.2019